Lichter- und Laternenweg: Kindergarten Falken Gelb und Blau

Es war einmal eine ganz besondere Zeit im Jahr, da spürte man, wie der Herbst langsam Abschied nahm und die Nächte immer länger wurden.

Im Kindergarten Falken Blau und Gelb herrschte schon wochenlang ein geschäftiges Treiben. An den Tischen wurde emsig gestempelt, geklebt, geschnitten und verziert. Aus Transparentpapier, Karton und Kleister, Sternen und Glitzer, Bänder und Schleifen entstanden unzählige kleine Kunstwerke. Jedes Kind fertigte mehrere Laternen an, die in den hellsten Farben leuchteten.

Endlich war der grosse Abend da. Als die Sonne unterging und der Himmel tiefblau wurde, zogen sich die Kinder warm an. In dicke Winterjacken, Mützen und Schals gepackt, strömten sie gemeinsam mit ihren Mamas, Papas, Grosseltern und Geschwistern zum Waldschulzimmer. Es roch nach feuchter Erde, loderndem Feuer und einem Hauch Abenteuer und Magie. Jede Familie bekam eine grosse Fackel in die Hand gedrückt und durfte sie am Feuer entzünden. Der Wald, der sonst im Dunkeln unheimlich wirkt, sah warm und gemütlich aus. Denn entlang des schmalen Weges funkelten unzählige Laternen. Sie wiesen den Weg wie kleine, magische Wegweiser in der Dunkelheit. Der Lichter- und Laternenweg führte immer tiefer in den Wald hinein und schlug dann einen Bogen zurück zum Waldschulzimmer, wo das grosse Feuer noch immer loderte. Da, auf der kleinen Lichtung, gab es für alle Familien warmen Punsch, frische Brötli und süsse Schoggistängeli. Nach dieser Stärkung machten sich einige Familien mit ihren Kindern gleich nochmals auf, um eine zweite Runde durch den magisch funkelnden Wald zu spazieren. Die vielen positiven Rückmeldungen der Familien würdigten den grossen organisatorischen Aufwand und als es schliesslich Zeit war, den Heimweg anzutreten, leuchteten die Kinderaugen fast noch heller als die Laternen.

Claudine Gubler, Jacqueline Frey, Claudia Knecht, Sandra Etter, Tanja Zellweger, Aurelia Carrillo

Autorin: Aurelia Carrillo

 

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